| Begrünung eines Flachdaches oder einer Garage |
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Der Grundaufbau: Je nach Art des Daches sollten Sie darauf achten, einen guten und stabilen Grundaufbau zu haben. Hierzu gibt es bei Fachhändlern spezielle System, bestehen aus unterschiedlichen Schutzschichten wie Folien und Flies sowie einer Entwässerungs-Festkörperdränage. Die Art des Aufbaus unterscheidet sich im Aufwand, je nach Neigung des Daches, sowie der anschließenden Nutzung des Daches bzw. der darunter liegenden Räumlichkeiten. Wären z. B. eine Garage oder ein Carport in einer Do-it-yourself Bauweise begrünt werden kann, sollte dies bei Hausdächern immer vom Spezialisten gemacht werden. Wenn Sie ein Dach selbst begrünen möchten, müssten Sie natürlich vorab sicherstellen, dass Ihr Dach Wasserdicht ist und das Regenwasser auch nach der Begrünung durch z.B. Dränagen oder Ähnliches ablaufen kann. Ebenfalls ist darauf zu achten, dass es auf dem Dach keine Bereich gibt, in dehnen sich größere Mengen Staunässe ansammeln können. Als Grundschicht unter der Dacherde sollten Sie immer ein spezielles Dachflies verlegen. Es schützt Ihr Dach vor Beschädigungen und die Unterseite des Flieses führt überschüssiges Wasser ab. Ein Flies kann übrigens bis zu sieben Liter Wasser pro Quadratmeter speichern. Auf das Flies geben Sie nun ein spezielles Dachsubstrat (Dacherde). Es sollte kein oder nur wenig Humus enthalten, damit das überschüssige Wasser schnell abfließen kann und so keine Staunässe entsteht. Für eine Sedumbegrünung sollte die Substratschicht mindestens eine Höhe von sieben Zentimetern haben. Das Aufbringen der Pflanzen: Die Dachpflanzen können auf verschiedene Art und Weise auf das Dach gebracht werden. Dabei richtet sich die Vegetationsaufbringung nach den Kosten und wie schnell das Dach grün sein soll. Gepflanzt werden kann in der Regel von April bis Ende Juni und von Anfang September bis November. In diesen Monaten herrschen die besten Wachstumsbedingungen für die Dachpflanzen. Im Hochsommer sollte möglichst nicht gepflanzt werden, da sonst eine sehr intensive Bewässerung nötig wird. Die Anwuchszeit beträgt in der Regel 3-4 Wochen. Direkt nach der Pflanzung sollte das Gründach 2-3mal in der Woche gewässert werden, bis die Pflanzen angewachsen sind. Nach dem Einwurzeln übersteht die Begrünung auch längere Trockenperioden.Das Pflanzen von Flachballenstauden: Eine sehr effiziente Methode ist das Einpflanzen der Pflanzen in das Dachsubstrat. Da die Pflanzen als Flachballenstauden schon einen Wurzelballen besitzen, wachsen diese schnell an und können sich leicht vermehren. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Zusammenstellung und Verteilung der Pflanzen bestmöglich bestimmt werden können. Dabei brauchen Sie etwas 15-20 Pflanzen pro Quadratmeter mit einer Ballengröße von 4-5 cm. Nach einiger Zeit wachsen die Pflanzen zusammen und bilden einen geschlossenen Pflanzenbestand. Unsere Dachstauden bieten wir in vielen Sorten in Multiballenpaletten zu 50 Stück oder als Einzelpflanzen an. Die Aufbringung als Sprossen: Die einfachste und schnellste Art, gerade für große Fachdächer, ist das ausbringen der Pflanzen als Sprossen. Die Sprossen der Sedumpflanzen sind Pflanzentriebe, die man für extensive Dachbegrünungen auf das Substrat ausstreuen kann. Sie wachsen in dem Dachsubstrat an und können sich genauso wie die Flachballenpflanzen entwickeln. Die Sprossen werden auf die zu begrünende Fläche gleichmäßig ausgestreut und mit einer Schutzschicht (z.B. Feinsubstrat) abgedeckt oder mit einem Rechen in das Dachsubstrat eingearbeitet und kräftig beregnet. Man muss jedoch bis zu ein Jahr warten, bis das Dach komplett grün ist.
Pro Quadratmeter empfehlen wir eine Aufwandmenge von 50 bis 70 g. Wir bieten Ihnen die Sedumsprossen als Standartmischung (4 - 6 Sorten) und als speziellen Wunschmischungen nach verschiedenen Farbkompositionen an. Sie benötigen z.B. für eine Garage oder Carport mit ca. 30 qm Dachfläche 1,5 kg Sedumsprossen. Für eine schnellere Begrünung können Sie natürlich auch mehr Sprossen verteilen. Das Auslegen von Vegetationsmatten: Das Verteilen von Samenmischungen: Im Handel sind auch verschiedene Samenmischungen für die Dachbegrünung erhältlich. Das Saatgut bildet Wurzeln an den Trieben aus. Das ist ein Überlebenstrick der anspruchslosen Dickblattgewächse. Es ist die kostengünstigste, aber auch sehr langwierige Begrünungsart. Zudem muss das Dach anfangs öfters von Gräsern befreit werden, die auf den noch freien Stellen durch Flugbesamung anwachsen. Bis das Dach komplett begrünt ist, vergehen oft mehrere Jahre! |






